Minolta X-500
Eine kompakte Spiegelreflex aus den 80ern – und warum sie sich heute noch für den Einstieg in die Analogfotografie lohnt.

Die Minolta X-500 kam 1983 auf den Markt, in Nordamerika wurde sie als X-570 verkauft. Sie steht etwas im Schatten der bekannteren X-700, ist aber gerade für alle interessant, die mit analoger Fotografie anfangen wollen: robust, leicht zu bedienen und auf dem Gebrauchtmarkt gut zu finden.
Was die Kamera kann
- Zeitautomatik (A): Man wählt die Blende, die Kamera die passende Verschlusszeit.
- Manueller Modus (M) mit Belichtungsmessung: Im Sucher leuchtet die empfohlene Verschlusszeit, die eingestellte Zeit blinkt daneben. So lernt man schnell, wie Blende und Zeit zusammenspielen.
- Verschlusszeiten von 4 Sekunden bis 1/1000 Sekunde, dazu Bulb für Langzeitbelichtungen.
- Minolta-SR-Bajonett (MD/MC): Dafür gibt es eine riesige Auswahl an günstigen, sehr guten Objektiven.
Eine Programmautomatik wie die X-700 hat sie nicht – für das bewusste Fotografieren ist das aber eher ein Vorteil.

Worauf man beim Kauf achten sollte
- Batteriefach prüfen: Die Kamera läuft mit zwei LR44- bzw. SR44-Knopfzellen. Ohne Strom funktioniert der Verschluss nicht – Korrosion im Fach ist ein schlechtes Zeichen.
- Spiegeldämpfer und Lichtdichtungen: Nach 40 Jahren sind die Schaumstoffdichtungen oft bröselig. Das lässt sich günstig selbst tauschen, sollte aber im Preis berücksichtigt werden.
- Sucheranzeige testen: Leuchten die LEDs und reagieren sie auf Helligkeitsänderungen, funktioniert die Belichtungsmessung.
Fazit
Die X-500 ist eine ehrliche, unkomplizierte Kamera. Mit einem 50-mm-Standardobjektiv und einem ISO-400-Film ist man für fast jede Situation gerüstet – und hat ein Werkzeug, das einen zum genauen Hinsehen zwingt.