Den Mond auf Film fotografieren
Mit einer analogen Kamera, einem Stativ und einer einfachen Faustregel zum ersten Mondfoto.

Nachts analog zu fotografieren wirkt einschüchternd: kein Display, keine sofortige Kontrolle. Beim Mond gibt es aber eine überraschend zuverlässige Faustregel.
Die „Looney-11“-Regel
Der Vollmond ist von der Sonne beleuchtet – er ist also viel heller, als man denkt. Daher gilt:
Blende f/11, Verschlusszeit 1 / ISO.
Bei einem ISO-400-Film also f/11 und 1/400 s (bzw. die nächste verfügbare Zeit, hier 1/500 s). Für Halbmond oder Sichel öffnet man ein bis zwei Blendenstufen weiter.
Ausrüstung
- Teleobjektiv: Mit einem 50-mm-Objektiv ist der Mond nur ein kleiner Punkt. Ab 200 mm wird es interessant.
- Stativ: Auch bei kurzen Zeiten hilft es, um scharfe Bilder zu bekommen.
- Drahtauslöser: Verhindert Verwacklungen beim Auslösen.
Mond und Landschaft
Spannender als ein Mond allein ist oft der Mond über einer Szenerie, etwa einer Küste oder einem Dorf. Dafür eignet sich die Dämmerung (die „blaue Stunde“): Der Himmel ist noch nicht schwarz, und Vordergrund und Mond lassen sich in einer Belichtung festhalten.
Für richtig dunkle Nachtszenen braucht man den Bulb-Modus (B) – der Verschluss bleibt offen, solange der Auslöser gedrückt ist. Kameras wie die Minolta X-500 haben ihn, und mit einem feststellbaren Drahtauslöser sind auch Belichtungen von mehreren Sekunden oder Minuten möglich.
Film entwickeln lassen
Ein Tipp für das Labor: Bei Nachtaufnahmen sollte man darauf hinweisen, dass auf dem Film auch sehr dunkle Bilder sind – sonst werden sie beim Schneiden der Negative manchmal übersehen.