Die Barriguda: der Baum mit dem Bauch
Ein Baum, der aussieht wie eine Flasche: wie die Barriguda Wasser speichert und die Trockenzeit übersteht.

Ein Baum wie eine Flasche
Barriguda heißt auf Portugiesisch etwa „die mit dem Bauch“ – und genau so sehen diese Bäume aus: Der Stamm ist in der Mitte bauchig verdickt, oft wie eine Flasche oder eine Vase, darüber breitet sich eine vergleichsweise schmale Krone aus.
Unter dem Namen werden in Brasilien mehrere Arten zusammengefasst, vor allem aus der Gattung Ceiba – Verwandte des Kapokbaums – und die Cavanillesia arborea. Sie wachsen in den trockenen Landschaften des Landesinneren, in der Caatinga und in Teilen des Cerrado.
Wasserspeicher im Stamm
Der dicke Bauch ist kein Zufall: Im weichen, schwammigen Holz speichert der Baum Wasser, um die lange Trockenzeit zu überstehen. In dieser Zeit wirft er meist auch sein Laub ab und spart so Feuchtigkeit. Manche Arten tragen am Stamm Stacheln, die junge Bäume vor Tieren schützen.
Blüten und Wolle
Viele Barrigudas blühen in der Trockenzeit, wenn die Bäume kahl sind – die Blüten leuchten dann weithin sichtbar. Aus den Früchten quillt später eine weiße, watteartige Faser, die paina, mit der die Samen vom Wind davongetragen werden. Früher wurde sie zum Füllen von Kissen und Matratzen genutzt.
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Mit ihrer Silhouette sind Barrigudas ein dankbares Motiv – besonders im Gegenlicht, kahl vor einem tiefblauen Himmel oder im Abendlicht über dem Cerrado.